„ Es war eine Taktik der Täter, ihren Opfern nur Nummern oder beleidigende Beinamen zu geben, um damit selbst Abstand von den Ereignissen zu bekommen und die Opfer zu entpersonalisieren. Dieses Buch versucht genau das Gegenteil. Ich bin fest davon überzeugt, dass man den Schmerz der Kinder und Enkel, ihre Widersprüche, ihre Konflikte, ihr Bedürfnis nach Nähe, ja, sogar ihre Liebe zu den Menschen, die sie widerrechtlich aufzogen und ihnen die Wahrheit vorenthielten, nur verstehen kann, wenn man sie kennenlernt und ihnen zuhört. Dann kann man auch ihre Wut und ihre Empörung über die Lügen verstehen, von denen sie so lange umgeben waren.
Manche der Schilderungen in diesem Buch mögen schmerzhaft und insbesondere für die argentinische Gesellschaft schwer zu akzeptieren sein. Sie geben jedoch von der ersten bis zu letzten Zeile das wieder, was mir meine Gesprächspartner berichtet haben.
All dies ist vor gerade einmal dreißig Jahren in Argentinien geschehen.“